2000 Berichte der Zeitung aus dem Jahr 2001 2002
 
TV Alsfeld – FT Fulda 25:26 (11:14) Seidels Hammer in letzter Sekunde

Die Landesligahandballer von FT Fulda haben einen glücklichen, aber eminent wichtigen Erfolg eingefahren. In Alsfeld siegten die Schützlinge von Rainer und Jürgen Kemmerzell nach einer abwechslungsreichen und spannenden Begegnung durch einen direkt verwandelten Freiwurf von Stefan Seidel in allerletzter Sekunde 26:25 (11:14).
Trotz einer fünf Spieler starken Mauer konnte Alsfeld Seidels Hammer in den rechten Torwinkel nicht aufhalten, auch der starke Vogelsberger Torhüter Jörg Kraft war gegen diesen „Sonntagswurf“ machtlos. Bereits im Angriff zuvor war es Seidel, der mit dem Tor zum 25:25-Ausgleich Fulda überhaupt die Möglichkeit offerierte die schon fast unerreichbar scheinenden Punkte doch noch mit nach Fulda zu nehmen, denn außer in der Anfangsphase waren es durchgehend die Alsfelder, die meist mit zwei bis drei Treffern in Front lagen.
Fulda startete gut und führte schnell mit 4:1. Dann riss allerdings der Faden im Angriffsspiel, des öfteren war Alsfelds Torhüter Jörg Kraft die Endstation Fuldaer Angriffsbemühungen. Auch in der Defensive ließ Fulda die nötige Abgeklärtheit und Aggressivität vermissen, so dass sich die Fuldaer Keeper Volker Wingenfeld und Marcus Hering meist freien Würfen der Alsfelder Spieler, besonders von Jochen Stradal und Pavel Czaja gegenübersahen.
Ob dieser Mängel im Fuldaer Spiel holte Alsfeld auf, glich beim 7:7 aus und lag zur Halbzeit verdient mit 14:11 in Führung. Erst in der Endphase vermochte FT wieder richtig ins Spiel zu kommen, profitierte von individuellen Fehlern Alsfelds und nutzte seine Überzahlsituationen durch vier Tore in sieben Minuten konsequenter aus. Alsfeld brachte sich beim Spielstand von 24:23 durch einen Wechselfehler selbst in Unterzahl und musste durch zwei viel umjubelte Treffer von Stefan Seidel noch die Niederlage hinnehmen, die für Fulda zwar glücklich, ob der großartigen kämpferischen Einstellung in der zweiten Hälfte jedoch verdient war.
TV Alsfeld: Kraft, Falk; Deppe (6/1), Rüdiger, Falk, Czaja (6), Böcher (2), Stradal (6), Schader, Stock (2), Thoma, Koston (3/2).
FT Fulda: Wingenfeld, Hering; D. Kemmerzell (1), Okrusch, Jäger (5), Fritz (7/3), M. Kemmerzell (5), Flamme (2), Burmann, Braun (2), Scholz, Seidel (4).
Schiedsrichter: Becker/Lerch (Schwalmtal).
Zuschauer: 150.
Beste Spieler: Kraft, Czaja, Stradal – geschlossenen Mannschaftsleistung. (FZ vom 02.12.2001)

 
FT Fulda – TV Hersfeld 26:26 (14:14) Marco Kemmerzell rettet Fulda

Einer unglaublichen Energieleistung des überragenden Marco Kemmerzell verdankt Handball-Landesligist FT Fulda die Rettung eines Punktes im Heimspiel gegen den TV Hersfeld. 14 Treffer steuerte der Youngster zum 26:26 (14:14)-Unentschieden seines Teams bei.
Nicht von ungefähr war es auch der 20-Jährige, der 40 Sekunden vor dem Ende Verantwortung übernahm, den gegnerischen Keeper mit einem beherzten Rückraumwurf durch die Beine tunnelte und den Ausgleich erzielte. Die restlichen Sekunden überbrückte Fulda mit Glück, Geschick und Torhüter Volker Wingenfeld, der einen Distanzwurf eines Hersfelders gerade noch parieren konnte.
In diesem Spiel bereitete FT seinen Anhängern wieder einmal ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst legte die Mannschaft um das Trainerduo Jürgen und Rainer Kemmerzell los wie die Feuerwehr und lag nach sieben Minuten bereits mit 4:0 in Front, ehe Hersfelds Spielertrainer Robert Nolte der erste Gästetreffer aus dem Rückraum gelang. Mit zunehmender Spieldauer büßte FT immer mehr von der anfänglichen Souveränität ein. Bei den Angriffen agierten Fuldas Werfer abgesehen von Marco Kemmerzell, der im Übrigen nur in der Offensive zum Einsatz kam, des Öfteren zu überhastet. Hersfeld holte somit Tor um Tor auf und erzielte in der 21. Minute durch Daniel Holl (9:8) den erstmaligen Führungstreffer.
Nach dem Seitenwechsel wogte die Partie zunächst längere Zeit hin und her, ohne dass sich ein Team entscheidend absetzen konnte. Ab der 40. Minute genehmigte sich das Fuldaer Team aber seinen zuletzt obligatorischen Blackout. Das Spiel schien den übernervös agierenden Gastgebern nun vollends aus den Händen zu gleiten. Insbesondere die zweite Welle ließ einiges zu wünschen übrig. So wurden viele Tempogegenstöße leichtfertig vergeben.
In der 50. Minute zogen Jürgen und Rainer Kemmerzell dann die Notbremse in Form einer Auszeit. Diese Maßnahme verfehlte ihre Wirkung nicht. FT spielte konzentrierter und erkämpfte noch ein Remis.
FT Fulda: Wingenfeld; Okrusch (1), D. Kemmerzell (2), Jäger (1), Fritz (1), M. Kemmerzell (14/2), Burmann, Braun (3), Flamme (4), Scholz, Seidel.
TV Hersfeld: Krause, Keppert; Nolte (4), Scheider, Holl (4), Büchner (2), Fischer, Fäcke (7/5), Kaufmann (8), Cunningham (1), Stiebing, Schnell.
Schiedsrichter: Schindehütte/Rudolph (Zierenberg).
Zuschauer: 80.
Beste Spieler: M. Kemmerzell – Kaufmann, Nolte. (FZ vom 25.11.2001)

 
FT Fulda – TG Wehlheiden 25:26 (11:17) Aufholjagd nicht belohnt
Eine völlig verschlafene erste Halbzeit wurde für FT Fulda im Handball-Landesligaspiel gegen Wehlheiden zum Verhängnis. Trotz einer guten kämpferischen Einstellung in der zweiten Hälfte unterlag man dem zuvor erst mit einem Sieg ausgestatteten Tabellenvorletzten letztendlich unglücklich mit 25:26 (11:17) und verpasste damit eine Orientierung an die Mannschaften des oberen Tabellendrittels.
Dabei spielte die Turnerschaft besonders im ersten Spielabschnitt unter ihren Möglichkeiten. Von Beginn an lag FT im Hintertreffen, musste Wehlheiden über 4:2 auf 12:7 ziehen lassen. Im Angriff zeigte sich die Mannschaft von Rainer und Jürgen Kemmerzell zu unkonzentriert, unter anderem scheiterten Marco Kemmerzell, Stefan Seidel und Christian Fritz vom Siebenmeterpunkt.
Achillesferse des FT-Spiels war aber vor der Pause ganz klar die Deckung. Des öfteren wackelten die Gäste die Fuldaer Abwehrspieler mit einer simplen Körpertäuschung aus, kamen dann meist ungehindert zum Wurf und ließen den Torhütern Marcus Hering und Volker Wingenfeld kaum eine Abwehrchance. Besonders Kreisläufer Gerrit Werner bekam FT zu Beginn nicht richtig in den Griff, Rückraumspieler Jens Schröder glänzte mit ansatzlos abgezogenen Würfen aus dem Stand.
Nach dem Seitenwechsel erwachte Fulda endlich aus seinem Dornröschenschlaf. Die Abwehr stand nun stabiler, Wehlheidener Fehlwürfe oder Ballverluste wurden mit schnellen Gegenstoßtoren bestraft. In der 50. Minute war es schließlich Marco Kemmerzell, der per Siebenmeter für den Ausgleich zum 22:22 traf. Drei Minuten vor Spielende war es wiederum der Youngster, der mit einem sehenswerten Rückraumtreffer beim 25:24 für die erste FT-Führung sorgte.
Der hervorragende Kampfgeist der Turnerschaft schien seinen Lohn in Form mindestens eines Punktgewinns zu finden, doch dann stand den Gästen bei einem Rückraumwurf von Stefan Seidel das Glück in Form der Torlatte gehörig Pate. Nachdem Jörg Bertelmann per Strafwurf ausgeglichen hatte, lagen die Trümpfe nun auf Seiten Wehlheidens, das durch einen trockenen Wurf von Mittelspieler Jens Schröder zu einem glücklichen, aber auf Grund der ersten Halbzeit verdienten Auswärtserfolg kam. Fulda fehlte neben der Abgeklärtheit in Schlüsselsituationen das nötige Quäntchen Glück.
FT Fulda: Hering, Wingenfeld; Okrusch (1), D. Kemmerzell (4), Jäger, Fritz (3/2), M. Kemmerzell (6/2), Burmann, Braun (3), Syla, Flamme (4), Seidel (4).
TG Wehlheiden: Wasmann, Schonmann; Stockfisch, Kuhn (3), Lippert (3), Bertelmann (5/2), Thormann (5/3), Schröder (6), Werner (4), Lehne.
Schiedsrichter: Diegler/Badenheuer (Wollrode).
Zuschauer: 70.
Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung – Schröder, Werner.
Rote Karte: Karsten Thormann (43. nach der dritten Zeitstrafe). (FZ vom 04.11.2001)
 
FT Fulda II – TV Steinau 10:22 (4:10) Steinau dominiert nach Belieben
Handball-Bezirksoberligist TV Steinau hat sich am Samstag bei FT Fulda II auf das in der kommenden Woche gegen Tabellenführer SG Petersberg stattfindende Spitzenspiel eingestimmt. Das Team von Trainer Peter Hampl gewann mühelos mit 22:10 (10:4) bei den abstiegsbedrohten Fuldaern.
Von Beginn an stellte Steinau eindrucksvoll unter Beweis, wer Herr in der Gellingshalle zu Fulda war. FT fand überhaupt nicht zu seinem Spiel, wurde von Steinau aber auch ständig unter Druck gesetzt. So war es nicht verwunderlich, dass den Fuldaern bis zur 19. Minute kein einziger Treffer gelang. Hahner blieb es schließlich vorbehalten, den Steinauer Keeper erstmals zu überwinden. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste aber bereits mit 8:0.
Danach ließ man es bis zum Halbzeitpfiff etwas langsamer angehen. FT II fand etwas besser ins Spiel und konnte den Rückstand etwas verkürzen. Insbesondere Oliver Brähler und Stefan Hahner sorgten dafür, dass Steinau nicht allzu sehr enteilen konnte. Bis zur 42. Minute zogen die Gäste das Tempo aber nochmals an. Sven Hampl stellte erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung für Steinau her, das ohne drei verletzte Stammspieler (Stefan Otto, Mircea Olaru und Mike Herd) angetreten war.
Nach einer kurzen Phase des Verschnaufens für FT II erhöhte Steinau das Tempo wieder und schraubte das Resultat auf einen Zwischenstand von 20:6 (54.), ehe die Gäste dann einen Gang zurückschalteten.
FT Fulda: K. Traut, Kraus; Schrimpf, M. Traut (4/1), F. Brähler, Nowotny, Engebrecht, Hau, O. Brähler (4/2), Hahner (1), Trabert (1).
TV Steinau: Wiemer, Schultheis; Lang (7/2), Brandes (1), Engel (1), Rocskai (3), Weigand (1), Hampl (6), Basermann (1), Herrmann (2).
Schiedsrichter: Zentgraf/Pietzko (Neuhof).
Zuschauer: 20.
Beste Spieler: Geschlossene Mannschaftsleistung. (FZ vom 28.10.2001)
 
FT Fulda – TSV Ihringshausen 22:21 (11:9) Überragender Torwart Wingenfeld rettet Sieg
Spannung, Dramatik und ein überragender „Hexer“: Die Landesligabegegnung zwischen FT Fulda und dem TSV Ihringshausen hatte wahrhaft alles zu bieten, was ein Handballspiel interessant macht: Am Ende hatten die Gastgeber mit 22:21 (11:9) gar das glücklichere Ende auf ihrer Seite.
Zum „Vater“ des Sieges avancierte zweifelsohne Torhüter Volker Wingenfeld. Als Ihringshausen Rückraumspieler Marcel Köllner zwei Sekunden vor dem Abpfiff den „finalen Rettungswurf“ anbringen wollte, tauchte Wingenfeld blitzschnell ins bedrohte Eck und rettete seinem Team den Sieg.
Doch nicht nur aufgrund dieser Parade war Wingenfeld der überragende Spieler auf dem Feld. Bereits zuvor war Wingenfeld unzählige Male Endstation für die Werfer der favorisierten Gäste. Zurecht wurde er daher mehrfach von Hallensprecher Hermann-Josef Trabert lautstark belobigt: „Super, Hexer.“ Wingenfeld legte mit seiner starken Leistung auch den Grundstein zum späteren Sieg. Seine Vorderleute agierten zumeist nicht derart überzeugend wie ihr Torhüter. Nicht nur, dass Marco Kemmerzell in der entscheidenden Phase einen Siebenmeter verwarf und Kreisläufer Dominik Jäger völlig freistehend das Leder an die Latte setzte, auch im Spielaufbau schlichen sich immer wieder Flüchtigkeitsfehler ein. Diese wurden von Ihringshausen, wo der 46-jährige rumänische Altinternationale Vasilca immer noch tätig ist, stets mit schnellen Tempogegenstößen bestraft.
Es bedurfte allerdings einer gewissen Anwärmphase, bevor die Ihringshausener Angreifer Betriebstemperatur erreicht hatten. Ehe Ihringshausen durch Köllner der erste Treffer gelang, führte Fulda schon mit 3:0. Danach kam Ihringshausen aber besser ins Spiel und konnte bis zum Seitenwechsel den Rückstand auf einen Treffer verkürzen. Nach der Pause überraschte Ihringshausen mit einer weiteren personellen Variante. Sebastian Gorke, der in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in Erscheinung getreten war, sorgte wiederholt für Gefahr aus dem Rückraum. Nicht zuletzt dank Gorke drehte Ihringshausen zwischenzeitlich den Spieß sogar um und führte kurzzeitig mit 14:13.
Nach dieser Schwächephase nahm FT aber wieder das Zepter in die Hand und konnte nach einem Zwischenspurt wiederum einen Zwei-Tore-Vorsprung sein Eigen nennen. Diesen brachte man bis zum Ende mit Glück, Geschick und einem überragenden Volker Wingenfeld über die Zeit.
FT Fulda: Wingenfeld, Hering; Okrusch (1), D. Kemmerzell (2), Jäger (1), Fritz (3/3), M. Kemmerzell (5/3), Braun (4), Flamme (4), Seidel (2), Syla.
TSV Ihringshausen: Kilian, Weymann; Siebert (2), Kersten (1), Köllner (7/3), Kleiber (3), Kurtz, Vasilca, Schultz, Reisner, Ionescu (2), Gorke (5).
Schiedsrichter: Volk, Schmidt (Rotenburg).
Zuschauer: 80.
Beste Spieler: Wingenfeld – Köllner. (FZ vom 21.10.2001)
 
FT Fulda – TG Rotenburg 24:22 (8:13) Furiose Aufholjagd belohnt
Im zweiten Saisonspiel der Handball-Landesliga Nord gab es für FT Fulda den ersten Sieg. Dank einer klaren Steigerung in der zweiten Halbzeit setzte man sich gegen Rotenburg mit 24:22 (8:13) durch. Bester Fuldaer Torschütze war Marco Kemmerzell mit sechs Treffern.
Die Zuschauer in der Fuldaer Heinrich-Gellings-Halle sahen eine Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Vor der Pause fand die Turnerschaft nie zu ihrem Spiel und geriet beim 4:7 erstmals mit drei Toren in Rückstand. Zwar verkürzte man postwendend noch einmal auf 6:7, dann konnte Rotenburg jedoch durch drei Treffer in Folge enteilen und sich bis zur Pause ein komfortables Polster herausspielen. Bei Fulda vermisste man besonders die Aggressivität in der Deckung. Den Rotenburger Rückraumspielern Jens Schuhmann und Almir Doborac langte meist eine Körpertäuschung, um selbst frei zum Wurf zu kommen oder einen Mitspieler in aussichtsreiche Position zu bringen. Und hätte Rotenburgs Rechtsaußen Florian Eichert nicht fünf beste Tormöglichkeiten vergeben, hätten die Gäste den Dornröschenschlaf der Turnerschaft bereits zur Vorentscheidung nutzen können.
So kam FT allerdings, von den deutlichen Worten der Trainer aufgeweckt, wie verwandelt aus der Kabine und legte los wie die Feuerwehr. Zwei Treffer von Linksaußen Christian Braun sowie ein Torerfolg von Daniel Flamme sorgten innerhalb weniger Minuten dafür, dass der Fünf-Tore Rückstand auf zwei Treffer schmolz. Etwa Mitte der zweiten Hälfte hatte man die Wende endgültig herbeigeführt, setzte sich über 17:16 auf 21:18 ab. Dann ließ man Rotenburg durch in Überzahl überhastet abgeschlossenen Angriffe noch einmal herankommen, ein Tor des treffsicheren Christian Braun sowie das erste Landesligator von Florian Scholz sorgten für den verdienten Erfolg, an dem der im zweiten Spielabschnitt aufopferungsvoll kämpfende Deckungsverband, die von Christian Braun sicher verwandelten Tempogegenstöße sowie die Souveränität von Youngster Marco Kemmerzell vom Siebenmeterpunkt große Anteile hatten.
FT Fulda: Hering, Wingenfeld; D. Kemmerzell (2), Jäger (1/1), Okrusch (1), Braun (5), Burmann, M. Kemmerzell (6/4), Seidel (4), Flamme (4), Syla, Scholz (1).
TG Rotenburg: Kurzrock, Palme; Schuhmann (7/4), Eichert (2), Fitosovic (4), Grebe, Mäusgeier (1), Pabst (3), Doborac (4), Belli (1).
Schiedsrichter: Arndt/Hassler (Frankfurt).
Zuschauer: 70.
Beste Spieler: M. Kemmerzell, Braun – Doborac.
Rote Karte: Schuhmann (54. Minute nach der dritten Zeitstrafe). (FZ vom 23.09.2001)
 
FT Fulda gegen Rotenburg     „Blick nach vorne richten“
Auch wenn das emotionsgeladene Derby zwischen Schlüchtern und FT Fulda am vergangenen Wochenende noch in den Köpfen der Spieler und Fans herumspukt, müssen sich die Akteure in der Handball-Landesliga Nord auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. FT Fulda feiert gegen Rotenburg Heimpremiere, Schlüchtern muss nach Twistetal reisen.
„Es ist unsere erstes Heimspiel in der Saison, uns das wollen wir natürlich gewinnen“, so Trainer Rainer Kemmerzell. Mit Rotenburg erwartet Fulda einen Gegner, der noch nicht ins Spielgeschehen eingegriffen hat und deshalb schwer einzuschätzen ist. Hauptziel Kemmerzells ist es, die Niederlage gegen Schlüchtern aus den Köpfen der Spieler zu bekommen: „Diese emotionsgeladene Partie mit der unglücklichen Niederlage ist nur schwer zu verkraften. Aber das ist Schnee von gestern. Wir müssen den Blick nach vorne richten.“ Während er sich mit der Leistung seiner Defensivabteilung und von Torhüter Volker Wingenfeld zufrieden zeigte, war er mit der Leistung seiner Schützlinge im Abschluss nicht einverstanden: „Wir haben eine Reihe hochkarätiger Chancen vergeben. Das dürfen wir uns gegen Rotenburg nicht erlauben.“ (FZ vom 20.09.2001)
 
SG Schlüchtern – FT Fulda 13:12 (7:5) Massenkeilerei vor der Pause

Weniger der 13:12(7:5)-Erfolg der SG Schlüchtern im Fuldaer Bezirksderby der Handball-Landesliga Nord über FT Fulda wird Beteiligten und Zuschauern nachhaltig in Erinnerung bleiben, als vielmehr eine Szene, die sich drei Sekunden vor dem Pausenpfiff zugetragen hatte.
Gerade hatte FT-Keeper Volker Wingenfeld einen Tempogegenstoß gegen Schlüchterns Marcus Müller abgewehrt, als der Schlüchterner dem Ball noch einmal nachsetzte und sich dabei nach einem unglücklichen, unbeabsichtigten Zusammenprall mit Wingenfeld am Boden liegen blieb. Schlüchterns Kapitän Marc Schmidt wollte bei dieser Aktion aber ein grobes Foulspiel des Fuldaers erkannt haben, rannte plötzlich wie von der Tarantel gestochen auf den knienden Wingenfeld zu und stieß diesen wieder zu Boden. Daraufhin eilte fast das komplette Team von FT seinem Torhüter zu Hilfe. Nun sahen sich die Schlüchterner Akteure genötigt, ihrem jetzt unterlegenen Kapitän zu helfen und gesellten sich zu diesem unübersichtlichen Pulk. Die Szenerie glich nun weniger einem Handballspiel als vielmehr einer Massenkeilerei beim Eishockey, womit die zu Spielbeginn wegen der Terroropfer in Amerika obligatorische Schweigeminute ad absurdum geführt war.
Hallenordner und Schiedsrichter hatten Mühe, die Kampfhähne auseinanderzubringen. Viele rechneten bereits mit dem Spielabbruch. Doch die beiden Unparteiischen trafen ein salomonisches Urteil und gaben allen Akteuren noch einmal eine zweite, aber letzte Chance. Kein Spieler wurde bestraft. Allerdings kündigten die Referees an, in der zweiten Halbzeit auch das kleinste Vergehen mit einer Zeitstrafe zu ahnden.
Alle Mannschaften schienen diesen „Wink mit dem Zaunpfahl“ verstanden zu haben und besannen sich nun wieder auf den Sport. Und in dieser Beziehung ragte wieder einmal Schlüchterns Keeper Cosmin Popa heraus. Dieser ließ von fünf Siebenmetern gegen sein Team gerade einmal einen (von Fritz) passieren. Fuldas Spieler verzweifelten an dem Rumänen, der scheinbar tausend Hände zu haben schien.
Popas Vorderleute fanden in dessen Gegenüber Volker Wingenfeld allerdings auch einen Meister seines Fachs, so dass die Partie bis zur allerletzten Sekunde äußerst spannend blieb. Als Fuldas Neuzugang Dirk Kemmerzell zehn Sekunden vor dem Ende knapp vorbei zielte, war das Schicksal von FT endgültig besiegelt. Schlüchtern brachte die Partie routiniert über die Zeit.
SG Schlüchtern: Popa; Grimm (1/1), Kapitz (3), Ullrich (2), Schmidt (1), Otto (4/2), Müller (2), Orth, Ohrmann, Scholz, Stumpf.
FT Fulda: Wingenfeld, Hering; Fritz (1/1), Syla, Burmann (1), Braun (3), Flamme (2), M. Kemmerzell (1), D. Kemmerzell, Seidel (3), Jäger, Okrusch (1).
Schiedsrichter: Heuchert/Schäfer (Hasselroth, Rodgau).
Zuschauer: 400.
Beste Spieler: Popa – Wingenfeld. (FZ vom 16.09.2001)

 
Duell zwischen Schlüchtern und FT Fulda   „Die Tagesform entscheidet“

Besser könnte die Landesligasaison für die Handballfans des Bezirkes Fulda gar nicht beginnen. Die beiden einzigen Vertreter des hiesigen Raumes, Schlüchtern und FT Fulda, stehen sich am ersten Spieltag im direkten Duell gegenüber.
Für FT Fuldas neu formierte Mannschaft wird es erstmals ernst. Den Abgängen von Jürgen Kapitz (nach Schlüchtern), Gabriel Grigoras und Zdravko Mestrovic (nach Flieden) stehen die vier Zugänge aus Petersberg (Marco und Dirk Kemmerzell, Dominik Jäger und Marcus Hering) sowie Stefan Seidel (aus der ersten italienischen Liga) gegenüber. In Schlüchtern geht man mit nahezu unverändertem Kader in die Saison. Lediglich eine, wenn auch im Hinblick auf diese Partie besonders brisante Neuerwerbung hat man getätigt. Jürgen Kapitz, auf Grund von Querelen mit der Vereinsführung aus den Diensten von FT Fulda entlassen, trägt nun das Trikot der Kinzigtaler und bildet zusammen mit Bernd Otto, Marcus Müller und Harald Ullrich den Rückraum der SGS, der gegen FT zu einem entscheidenden Faktor avancieren könnte. Als Stärke der Gastgeber gilt die Defensive. Mit „Atze“ Grimm, Marc Schmidt, Harald Ullrich, Jürgen Kapitz und Bernd Otto hat man fünf Spieler jenseits der 1,85 Meter in seinem Deckungsverbund, dahinter mit Cosmin Popa einen sehr starken Torhüter als Rückhalt.
Auch Fuldas Trainer Rainer Kemmerzell sieht Schlüchterns Abwehr als größte Stärke an und fordert höchste Konzentration seiner Mannschaft im Abschluss: „Die Spieler dürfen keine Angst vor Popa haben, auch wenn sie wissen, dass er zu den stärksten Keepern der Liga zählt. Wir müssen unsere Chancen konsequent verwerten.“ Im letzten Jahr konnte Schlüchtern beide Spiele gewinnen, landete letztlich einen Platz vor der Turnerschaft. Das soll aus Fuldaer Sicht in diesem Jahr anders werden. Kemmerzell: „Auch in Schlüchtern läuft noch nicht alles rund, wie das Pokalspiel in Flieden gezeigt hat. Es gibt keinen Favoriten, die Tagesform wird entscheidend sein. Wir wollen aus einer sicheren Defensive mit unseren guten Torhütern Volker Wingenfeld und Marcus Hering versuchen, durch Tempogegenstoß und zweite Welle zu möglichst einfachen Toren zu kommen.“, gibt der Trainer, der zusammen mit seinem Bruder Jürgen seit dieser Saison das Traineramt in Fulda bekleidet, die Marschroute vor.
Während sich Schlüchterns Trainer Cosmin Popa siegessicher gibt, ist der stellvertretende Kapitän, Marcus Müller, nicht ganz so optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass es eine ganz enge Kiste geben wird. Ich denke mal, dass sich Fulda in der Favoritenrolle befindet.“
Bezirksoberliga. (FZ vom 13.09.2001)

 
      FT Fulda dominiert um Mitternacht
Am Samstagmorgen um 1.30 Uhr stand es fest: FT Fulda dominierte das erste Handball-Mitternachttunier nach Belieben. Sowohl bei den Herren als auch in der Damenkonkurrenz standen am Ende die Mannschaften der gastgebenden Turnerschaft an der Spitze der jeweiligen Gruppen.
Gespielt wurde im Modus jeder gegen jeden, eine Partie dauerte 15 Minuten. Bei den Herren setzte sich die Landesligavertretung standesgemäß durch. Nur gegen die Routiniers von Borussia Fulda leisteten sich die Favoriten eine 5:6-Niederlage, die Borussia landete dadurch überraschend auf dem zweiten Platz des Turniers.
Bei der Damenkonkurrenz sah es unwesentlich anders aus. Es gab allerdings zwei Unterschiede: Erstens wurde durch die Absage der Mannschaft aus Flieden eine Doppelrunde gespielt, zudem zeigte die Turnerschaft keine Blöße und gewann alle Spiele sehr souverän. Damit sicherte sie sich den Turniersieg vor Hilders und Hünfeld. Bei Musik ließen die Athleten den gelungenen Abend ausklingen. (FZ vom 06.08.2001)
 
      FT Fulda und Schlüchtern in Rückrunde stark
Die in der abgelaufenen Saison 2000/2001 erstmals ausgetragene Spielrunde der Handball-Landesliga Nord endete für die heimischen Handballmannschaften mit unterschiedlichen Erfolgen.
Während FT Fulda und Schlüchtern im gesicherten Mittelfeld landeten, kämpfte Großenlüder nach guter Vorrunde gegen den Abstieg. Petersberg muss nach verkorkster Saison den Abstieg in die Bezirksoberliga Fulda hinnehmen.
Nach ausgeglichenem Punktekonto zu Vorrundenende konnte die Fuldaer Turnerschaft im zweiten Teil der Saison eine leichte Steigerung verzeichnen und rangierte in der Endabrechnung mit 28:24 Punkten auf Rang sieben – allerdings mit nur zwei Zählern Rückstand zum vierten Platz. Zwar erlaubte man sich auch in der Rückrunde wieder unnötige Niederlagen – unter anderem gegen Großenlüder – doch insgesamt kann Trainer Jürgen Kemmerzell besonders ob des starken Endspurts eine positive Bilanz ziehen. Beim Sieg über Meister Melsungen/Böddiger und beim Remis in der Halle des Tabellenzweiten aus Wanfried zeigte Fulda, dass es auch gegen die Stärksten der Liga im Stande ist, mitzuhalten. Zudem konnte FT entgegen der Hinrunde auch auswärts einige Punktgewinne verbuchen. (FZ vom 11.05.2001)

 

SSV Großenlüder – FT Fulda 20:17 (11:9) Viel Kampf und Krampf auf beiden Seiten
Standing Ovation nach dem Abpfiff in der Großenlüderer Großsporthalle. Der heimische SSV besiegte im Derby der Handball-Landesliga FT Fulda 20:17 (11:9) und machte damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Hauptgesprächsthema nach dem Abpfiff war aber das Schiedsrichtergespann Fastner/Arend. Einige Zuschauer handelten diese sogar schon als heißeste Anwärter auf einen Oscar für die beste Komödie. Zahlreich unglückliche Entscheidungen – speziell gegen die Gäste – brachte das Publikum gegen sie auf. Mit zunehmender Spieldauer verloren sie die Linie.
FT kam besser aus den Startlöchern und lag nach 13 Minuten durch einen Treffer von Jürgen Kapitz 4:2 in Führung. Großenlüders Rückraumakteure Fank und Möller bewiesen dann ihre Gefährlichkeit. Folglich bogen die Hausherren das Spiel um und warfen sich einen Drei-Tore-Vorsprung heraus.
Wirkte die Partie in der ersten Halbzeit schon sehr hektisch, so sollte sich dies im zweiten Spielabschnitt noch steigern. Großenlüder versuchte es nun mit einer doppelten Manndeckung gegen Fuldas Kapitz und den bis dahin überragenden Grigoras – ohne Erfolg. FT markierte drei Tore in Folge, ehe Thomas Möller mit einem Gewaltwurf in den Winkel das erste Tor nach der Pause für die Gastgeber erzielen konnte.
Danach entwickelte sich die Partie zu einer Schlägerei. Höhepunkt war die blutige Nase von Grigoras, der bei einem Wurfversuch von seinem Gegenspieler klar im Gesicht getroffen wurde, was aber von der Schiedsrichtern nicht geahndet wurde. FT verlor ganz seine spielerische Linie. Großenlüder nutzte diese Gelegenheit, um auf 19:15 davonzuziehen, für die Vorentscheidung zu sorgen und den verdienten Punktgewinn dank der besseren Chancenverwertung zu feiern.
SSV Großenlüder: M. Frank, Dietz; Dimmerling (2), Möller (8/2), Hartmann (1), T. Frank (4), Felske, Grosch (3), Dietrich, Wittwer (1), Winkler, Bickert.
FT Fulda: Wingenfeld, Canli; Okrusch (1), Dittrich, Fritz (1/1), Syla (1), Grigoras (4/2), Burmann, Braun, Flamme (2), Kapitz (7/1), Hampe (1).
Schiedsrichter: Fastner/Arend (Ihringshausen),
Zuschauer: 300,
Beste Spieler: M. Frank – Wingenfeld. (FZ vom 08.04.2001)
 
SSV  im Derby gegen FT Fulda     Abstiegsangst in Großenlüder
Nach der Niederlagenserie in den vergangenen Wochen muss der SSV Großenlüder das Derby der Handball-Landesliga Nord gegen FT Fulda unbedingt gewinnen, um nicht in die Abstiegsregion zu kommen.
Nach der besten Vorrunde der hiesigen Mannschaften in der Landesliga Nord muss der SSV Großenlüder vier Spieltage vor Saisonende doch noch um den Klassenerhalt bangen. Nach der Niederlagenserie des SSV und den Erfolgserlebnissen der zurzeit um den rettenden viertletzten Tabellenplatz kämpfenden Mannschaften aus Dittershausen und Twistetal ist Großenlüder nur noch zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Das Derby gegen FT Fulda und das darauf folgende Auswärtsspiel in Rotenburg werden für die „Endspiele“ gegen Twistetal und Waldau richtungsweisend sein. Großenlüders Trainer Christoph Dimmerling weiß um die Wichtigkeit des Derbys: „In unserer derzeitigen Situation müssen wir dieses Heimspiel unbedingt gewinnen, denn in Rotenburg wird es für uns sicher nicht einfacher.“ Manko bei den Niederlagen der Vergangenheit war beim SSV die fehlende Souveränität im Abschluss, die auch gegen FT, das über eine kompakte Deckung und mit Volker Wingenfeld über einen Torhüter verfügt, der in den letzten Partien konstant gute Leistungen zeigte, wieder zum Problem werden könnte. Die Turnerschaft geht als Favorit in die Partie, zumal man auf Grund der umstrittenen Heimniederlage im Hinspiel noch eine Rechnung mit den Dimmerling-Schützlingen offen hat. (FZ vom 05.04.2001)
 
FT Fulda – HSG Eitra/Oberhaun 19:17 (8:9) Wingenfeld rettet den Erfolg

Die Handballer von FT Fulda bleiben in der Landesliga Nord weiter in der Erfolgsspur. Nach den Siegen der letzten Wochen setzte sich die Turnerschaft gegen Eitra/Oberhaun mit 19:17 (8:9) durch und festigte damit seinen Mittelfeldplatz.
Mit etwas Glück und den Reflexen von Torhüter Volker Wingenfeld überstand die Turnerschaft das auf mäßigem Niveau stehende Landesligaspiel gegen die Waldhessen, die die Schuld an ihrer Niederlage durch das Auslassen der spielentscheidenden Torchancen selbst trugen. Beim Spielstand von 18:16 für FT Fulda scheiterte zunächst Linksaußen Christian Weiß zweimal völlig frei stehend am gut postierten Wingenfeld, der bereits im nächsten Angriff im Siebenmeterduell gegen Imre Török erneut Sieger blieb und damit zum Vater des Fuldaer Erfolgs avancierte. Christian Braun machte mit seinem vierten Treffer zum 19:16 schließlich alles klar.
Zuvor hatten die Zuschauer eine zerfahrene Landesligapartie gesehen, die von vielen technischen Fehlern und ständigen Führungswechseln geprägt war. Eitra/Oberhaun stand gut in der Deckung und hatte in Torhüter Martin Eckholm einen soliden Rückhalt, der besonders von den Außenpositionen etliche Fuldaer Würfe entschärfen konnte. Dennoch konnte sich FT durch drei Treffer des besten Fuldaer Feldspielers Gabriel Grigoras beim 7:5 erstmals auf zwei Tore absetzen, ging allerdings durch leichtfertig vergebene Bälle und einen verworfenen Siebenmeter von Jürgen Kapitz mit einem Tor Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kam zusehends Hektik auf, beide Mannschaften profitierten in Form von Tempogegenstoßtoren von den leichtsinnigen Fehlern des Kontrahenten. Bis zur 40. Minute lag Eitra noch mit zwei Treffern in Front (12:14), dann stabilisierte FT seine Deckung, die aus dem Spiel heraus kein Gegentor mehr zuließ.
Dank dieser guten Defensivleistung holte man den Rückstand auf und drehte diesen durch ein Siebenmetertor von Christian Fritz sowie einen Rückraumtreffer von Jürgen Kapitz in eine 17:15 Führung um. Der Gast hatte zwar Ausgleichschancen, doch Eitras Schützen fanden gegen Wingenfeld kein effektives Mittel mehr.
FT Fulda: Wingenfeld, Canli; Braun (4), Fritz (4/4), Kapitz (1), Okrusch (1), Grigoras (6/1), Syla (1), Flamme, Burmann (1), Dittrich (1).
HSG Eitra/Oberhaun: Schikarski, Eckholm; Hermann (1/1), Schott, Török (2), Fuchs (1), Lutz (3), Weiß (2/2), Börner (3), Fäcke, Noll (5).
Schiedsrichter: Schönewolf/Seebach (Niedervellmar).
Zuschauer: 80.
Beste Spieler: Wingenfeld, Grigoras – Eckholm.
Rote Karte: Dirk Noll (60., Eitra wegen Meckerns). (FZ vom 01.04.2001)

 
Abteilungsleiter Hermann-Josef Trabert stellt sein Konzept vor   FT hat Oberliga im Visier
Handball-Landesligist FT Fulda bläst wieder zum Angriff auf die Oberliga. Dabei baut Abteilungsleiter und Fördervereinsvorsitzender Hermann-Josef Trabert auf die indirekte Mithilfe der SG Petersberg, wechseln doch drei Leistungsträger des Landesligisten gemeinsam mit Trainer Rainer Kemmerzell und Olaf Scherdin, der für den Marketingsektor tätig ist, zur Turnerschaft. Komplettiert werden soll der Kader mit zwei auswärtigen Rückraumspielern, mit denen Trabert in Verhandlung steht, während noch ein Tormann gesucht wird.
„Wir haben uns überlegt, wie es mit dem Handballsport weiter gehen soll“, erläuterte Trabert: „Es können doch nicht alle Vereine kleckern, sondern wir müssen die Kräfte bündeln.“ Zwar schwebte dem 41-jährigen Augenoptiker eine Fusion mit der SG Petersberg vor, es habe auch einige Kontakte mit dem Vereinsvorsitzenden Klaus Rumpf gegeben, doch sei dies nicht auf fruchtbaren Boden gefallen. Und aus den Fehlern der Vergangenheit, als sich FT Fulda wild mit Ausländern verstärkte und zweimal als Bezirksligazweiter am Aufstieg in die Oberliga gescheitert war, hat Trabert gelernt: „Wir wollen uns nicht mit Ausländern zuschütten, das ist finanziell auch nicht machbar“, soll doch der Etat der laufenden Saison nicht überschritten werden.
Verstärktes Training
Deshalb forcierte der Abteilungsleiter die „Bündelung der Kräfte“. So wechseln nach der Runde die Spieler Dominik Jäger, Dirk und Marco Kemmerzell zur Turnerschaft, und Petersbergs Trainer Rainer Kemmerzell wird mit seinem Bruder Jürgen, dem jetzigen Coach von FT, die Übungsstunden gemeinsam leiten. Die Trainingseinheiten sollen auf drei in der Woche erhöht werden. „Ein Trainergespann ist für uns alle Neuland. Wir haben ein junges Team, das man noch formen kann, und mit einem Chef- und einem Co-Trainer können wir individueller arbeiten“, erläuterte Trabert, der noch abklären wird, wer von den Brüdern welchen Posten bekommt.
Grigoras geht
Trennen wird sich FT Fulda nach knapp einer Saison lediglic
h von Gabriel Grigoras. „Wir wollen die finanzielle Gewichtung verlagern und auf mehrere Spieler verteilen“, erklärte Trabert. Geplant seien Punktprämien und geringe Aufwandsentschädigungen. Ansonsten bliebe der Elferkader von FT zusammen, lediglich Thomas Okrusch habe signalisiert, eventuell etwas kürzer treten zu wollen. Verstärkt werden soll die Truppe zudem noch durch zwei auswärtige Rückraumspieler, mit denen Trabert schon in Verhandlungen steht, sowie einem Torwart. In den nächsten zwei Jahr will FT Fulda dann in der Landesliga auf Meisterkurs gehen.
Vermarktung verbessern
Auch auf dem Marketingsektor strebt FT Fulda Verbesserungen an, kann der Verein doch auf Olaf Scherdin bauen, der bereits bei der SG Petersberg für diesen Bereich zuständig war. In den nächsten zwei Jahren will der Verein erst einmal testen, ob das Umfeld für höhere Aufgaben geschaffen ist. „Ohne Sponsoren und Zuschauer haben wir keine Chance“, weiß Trabert. Dabei hofft er auf die Identifikation mit den heimischen Spielern. Und wenn dann noch die Leistung stimme und sich der ein oder andere größere Sponsor fände, hat Trabert für die Zukunft Visionen vor Augen: „In drei Jahren ist die neue Halle fertig … “, träumt der Handballbegeisterte heimlich von der Regionalliga.
Neues Frauenteam denkbar
Auch im Frauenbereich könnte sich bei FT Fulda etwas tun. Einige Spielerinnen aus Neuhof und Hünfeld hätten schon angefragt und wären gewillt – falls das handballerische Umfeld stimme – zu wechseln. Sollte dies der Fall sein, könnte sich Trabert vorstellen, zwei Mannschaften zu melden. (FZ vom 20.03.2001)
 
Kommentar     Einzige Chance
Es gibt wieder eine Chance für den heimischen Handball, der Diaspora zu entweichen. Zwar kam eine Fusion von FT Fulda mit der SG Petersberg nicht zu Stande, doch will die Turnerschaft noch einmal einen Versuch starten, aus dem Mittelmaß der Landesliga herauszukommen. Das Konzept des Abteilungsleiters Hermann-Josef Trabert ist schlüssig und erfolgversprechend. Dabei will FT Fulda keinen finanziellen Kraftakt machen – die Vergangenheit hat gezeigt, dass dies selten von Erfolg gekrönt ist –, sondern mit der Bündelung von heimischen Kräfte versuchen, in zwei Jahren den Sprung in die Oberliga zu schaffen.
Dass das der Fuldaer Traditionsverein nicht aus eigener Kraft schaffen kann, ist klar. Und da nicht die Fehler vergangener Jahre wiederholt werden sollen – als auf Biegen und Brechen ausländische „Stars“ verpflichtet wurden –, greift FT erst einmal auf die Leistungsträger anderer heimischen Vereine – sprich der SG Petersberg – zurück. Zwar stößt das „Wildern im fremden Revier“ nicht unbedingt auf Gegenliebe, doch ist es die einzige Chance, sich vom Mittelmaß abzuheben und leistungsorientierten Spielern die Möglichkeit zu bieten, höherklassig zu spielen.
Dass bereits in den letzten Jahren Fusionen zwischen FT Fulda und Borussia Fulda oder Steinau und Schlüchtern gescheitert sind, zeigt die fehlende Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen. Die Bündelung der Kräfte im FT-Lager ist die wohl letzte Chance, der Tristesse zu entrinnen. Und wenn das Umfeld – die Zuschauer und Sponsoren – mitwachsen, könnte die Oberliga noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. (FZ vom 20.03.2001)
 
FT Fulda – SG Petersberg 28:21 (14:5) Petersberg wie ein Absteiger

FT Fulda hat das Derby gegen die SG Petersberg in der Handball-Landesliga klar für sich entschieden. Gegen den erschreckend schwach auftretenden Lokalrivalen hatte die Turnerschaft zu keiner Zeit Probleme und setzte sich letztendlich mit 28:21 (14:5) durch. Durch diese Niederlage ist der Klassenerhalt für die Petersberger zunächst wieder in weite Ferne gerückt.
Das mit Spannung erwartete Derby in der Handball-Landesliga ließ alles vermissen, was man von ihm erhofft hatte. Spannung, Emotionen und Kampf um jeden Ball wurden den 400 Zuschauern nicht präsentiert, dafür sahen sie eine an diesem Sonntag hoffnungslos unterlegene Petersberger Mannschaft, die den Lokalrivalen zu keiner Zeit der Partie in ernsthafte Schwierigkeiten bringen konnte.
Lediglich bis zum 2:2 konnten die Gäste die Begegnung offen gestalten, dann profitierte Fulda von dem drucklosen Offensivspiel der SGP und setzte sich über den Zwischenstand von 6:2 bis zur Pause vorentscheidend auf 14:5 ab. Petersberg zeigte gegen die gut gestaffelte Fuldaer Abwehr weder zündende Ideen noch spielerische Akzente. Die oft überhasteten, unvorbereiteten Wurfversuche avancierten meist zu einer leichten Beute für den souveränen Fuldaer Schlussmann Volker Wingenfeld. Viele Angriffe des Kellerkindes endeten aber schon vor dem eigentlichen Wurfversuch, technische Fehler gaben Fulda die Möglichkeit, sich durch den direkten oder erweiterten Tempogegenstoß kontinuierlich abzusetzen.
Auch nach der Pause bot sich den enttäuschten Zuschauern ein unverändertes Bild. Trotz doppelter Manndeckung gegen Jürgen Kapitz und Gabriel Grigoras konnte Petersberg den Rückstand kaum verringern, lediglich beim 14:20 schien man noch einmal in die Reichweite des Konkurrenten vorzudringen. Doch auch in dieser Phase mangelte es Petersberg an Cleverness, so dass FT sich auf 24:15 absetzte und damit für die endgültige Vorentscheidung sorgte. Souverän brachte die Turnerschaft den Vorsprung über die Zeit und demontierte die kraftlos wirkende SGP, die in dieser Form nur schwer die Klasse halten dürfte.
FT Fulda: Wingenfeld, Canli; Syla (2), Kapitz (7/1), Braun (4), Okrusch (2), Fritz (4/4), Flamme (4), Grigoras (1), Burmann (3), Dittrich (1).
SG Petersberg: Hering, Wolf; Heerd (5), D. Kemmerzell (4/4), Rützel, Rumpf (2), Fleiter (1), Heyl, M. Kemmerzell (6), Scherdin, Jäger (2), Weil, A. Sujer (1).
Schiedsrichter: Ernst/Weber (Schenklengsfeld/Obersuhl).
Zuschauer: 400.
Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistungen. (FZ vom 18.03.2001)

 
      Quartett wechselt von der SG Petersberg zu FT
In der Handball-Landesliga Nord bahnt sich ein spektakulärer Wechsel an: Mit Marco, Dirk und Rainer Kemmerzell sowie Dominik Jäger werden gleich vier Akteure (Trainer und drei Spieler) der SG Petersberg zum Saisonende den Rücken kehren und sich Lokalrivale FT Fulda anschließen.
Dies bestätigte gestern auf Anfrage der Petersberger Torjäger Marco Kemmerzell: „Wir wechseln zu FT, weil wir uns dort bessere sportliche Perspektiven versprechen. In Petersberg ist noch alles ziemlich unsicher. Einige Spieler wie Michael Weil oder Florian Rumpf studieren und werden womöglich kürzer treten.“ Kemmerzells Vater Rainer war derweil zu keiner Stellungnahme zu bewegen: „Vor dem Derby am Sonntag (17 Uhr) sage ich zu diesem Thema nichts.“ Auch der Petersberger Abteilungsleiter Klaus Rumpf war „zu keiner Stellungnahme bereit“.
FT würde demnach in der kommenden Saison vom Brüderpaar Joachim und Rainer Kemmerzell trainiert werden. Über die genaue Aufgabenverteilung wurde jedoch noch nichts bekannt.
Pikanterweise steht am Sonntag das Derby bei FT auf dem Programm. Marco Kemmerzell verspricht, trotz des feststehenden Wechsels keineswegs die Zügel schleifen zu lassen: „Wir werden alles dran setzen, dieses Spiel zu gewinnen. Schließlich brauchen wir die Punkte unbedingt zum Erreichen des Klassenerhaltes.“
Derzeit rangiert Petersberg mit 9:29 Punkten auf einem Abstiegsplatz. Lediglich bei Schlusslicht Waldau vermochte Petersberg einen Auswärtssieg zu landen.
Dass der letztjährige Meister der Bezirksliga Fulda in dieser Runde überhaupt nicht auf Touren gekommen ist, führt der junge Goalgetter unter anderem auch auf die geringe Trainingsbeteiligung zurück: „Es waren oft nur ein paar Leute im Training.“
Sowohl Marco Kemmerzell als auch sein Bruder Dirk und Dominik Jäger zählten in der vergangenen und auch der laufenden Saison zu den absoluten Leistungsträgern der SG Petersberg. Während Marco vor allem im Rückraum zum Einsatz kommt, bekleidet Dirk die Rechtsaußenposition. Dominik Jäger sorgt vor allem für Tore vom Kreis. (FZ vom 13.03.2001)

 

FT Fulda – SG Schlüchtern 13:17 (7:8) Cosmin Popa Vater des Erfolgs

Die Landesliga-Handballer von FT Fulda blieben auch im dritten Spiel dieses Jahres ohne Punkte. Im Derby gegen die SG Schlüchtern unterlag man nach einer enttäuschenden Vorstellung mit 13:17 (7:8) und droht damit den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu verlieren.
Es war nicht das erwartet heiß umkämpfte, stimmungsgeladene Derby in der Fuldaer Gellingshalle. Zum einen, weil von den lediglich 100 Zuschauern die meisten als neutrale Beobachter gekommen waren und somit die Stimmung in der Halle eher der auf einer Beerdigung glich, zum anderen, weil die beiden Mannschaften besonders auf spielerischer Ebene einiges schuldig blieben.
Schlüchtern erwischte den besseren Start und ging nach einer Viertelstunde bereits mit 5:1 Front. Dies lag neben der starken Schlüchterner 6-0-Deckung besonders an Routinier Harald Ullrich, der die Lücken in der offensiv ausgerichteten Fuldaer Deckung mit ihrem weit Vorgezogenen Thomas Okrusch zu nutzen wusste und in dieser Phase zu zwei seiner insgesamt vier Treffer kam. Fulda enttäuschte im Angriff auf der ganzen Linie.
In der Anfangsviertelstunde konnte man lediglich einen Treffer durch Grigoras verzeichnen, die sonstige Fuldaer Offensivleistung beschränkte sich auf technische Fehler und eklatante Schwächen im Abschluss. Symptomatisch für die Missstände im Spielaufbau der Gastgeber war die Tatsache, dass es der Turnerschaft selbst in dreifacher Überzahl nicht gelang, das Leder im Schlüchterner Tor unterzubringen. Torhüter Volker Wingenfeld hatte FT es zu verdanken, dass man bis zur Pause noch einmal auf 7:8 herankommen konnte. Allerdings ließ auch er nach der Pause nach.
Überragender Mann auf dem Parkett war seine Schlüchterner Pendant Cosmin Popa. Der Rumäne steigerte sich im zweiten Spielabschnitt zur Höchstform, strahlte Souveränität aus und dirigierte seine Deckung, die Fuldas Rückraumspieler Jürgen Kapitz und Daniel Flamme nicht zum Zuge kommen ließ und deren Würfe wiederholt blockte.
Dennoch kam FT zu einigen guten Tormöglichkeiten, da der Angriff der Gäste im Gegensatz zur Deckung viel Sand im Getriebe hatte und die Domstädter zu Gegenstößen einlud. Doch egal ob Linksaußen Christian Braun, Rechtsaußen Sadri Syla oder Kreisläufer Thomas Okrusch völlig frei aufs Schlüchterner Tor warfen, oder ob die Fuldaer Schützen sich vom Siebenmeterpunkt aus versuchten – Popa stand immer goldrichtig und blieb in nahezu allen Duellen Sieger. Mit zunehmender Spieldauer zog er den Fuldaer Angreifern mehr und mehr den Zahn und konnte sich einen großen Anteil des Schlüchterner Erfolgs auf seine Fahnen schreiben.
FT Fulda: Wingenfeld (1.-60.), Krause; Braun, Kapitz (1), Burmann (1), Flamme, Syla (1), Okrusch (1), Fritz (5/1), Grigoras (4), Dittrich.
SG Schlüchtern: Popa (1.-60.), Gyöngyösi; Grimm (1), Masztalerz (2), Otto (4/1), Schmidt (3), Müller (1), Ullrich (4), Scholz, Krafft, Stumpf, Orth (2).
Schiedsrichter: Arlt/Tafferner (Nieder-Eschbach).
Zuschauer: 100.
Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung – Popa.
Rote Karte: Marc Schmidt (39. nach Tätlichkeit). (FZ vom 04.02.2001)

 
      FT auf Mittelfeldplatz

Nach Abschluss der Vorrunde der vor dieser Spielzeit neu gegründeten Handball-Landesliga starten die heimischen Vereine an diesem Wochenende in die Rückrunde. Die beste Ausgangsposition für eine erfreuliche Endplatzierung hat dabei der SSV Großenlüder, die auf Rang fünf die derzeit bestplatzierte Mannschaft des hiesigen Bezirks ist.
„Wir wollen auf keinen Fall absteigen und uns in dieser Klasse etablieren“ hatte Großenlüders Trainer Christoph Dimmerling vor Saisonbeginn als Marschroute für seine Schützlinge ausgegeben. Dieses Ziel haben die Lüdertaler Handballer nach der Vorrunde bereits erreicht. Besonders mit den Leistungen vor heimischem Publikum konnte der SSV zufrieden sein und belegt nach der Hälfte der Spiele mit 15:11 Punkten Rang fünf. Allerdings ist der Vorsprung auf die folgenden Mannschaften knapp, so dass Großenlüder eine mindestens ähnlich gute Rückrunde spielen muss, um diese Position zu halten. Mit Siegen gegen Petersberg, FT Fulda und Schlüchtern hat man sich die Vorherrschaft unter den heimischen Teams erkämpft und will diese auch in der Rückrunde behaupten.
Die Mannschaft der Fuldaer Turnerschaft blickt nach der Hinrunde auf viele Licht-, aber ebenso viele Schattenseiten zurück. Gerne erinnert man sich an Galavorstellungen gegen Spitzenmannschaften wie Wanfried und Ihringshausen, mit Wehmut denkt man an verschenkte Punkte gegen Waldau, Dittershausen oder Rotenburg zurück. Letztendlich bleibt FT nach dreizehn Spieltagen ein ausgeglichenes Punktekonto, das Position elf des Tableaus bedeutet. In der Rückrunde wird die Mannschaft von Trainer Jürgen Kemmerzell versuchen, konstantere Leistungen zu bringen, um in der Tabelle etwas zu klettern.
Mitten im Abstiegskampf steckt die SG Petersberg. Der letztjährige Meister der Bezirksliga läuft seiner Form hinterher und wird vom ersten Spieltag an vom Verletzungspech verfolgt, so dass bisher nur Platz elf zu Buche steht. Besonders schmerzten die Heimniederlagen gegen Eitra/Oberhaun und Schlüchtern. Der Rückstand auf den Tabellenzehnten beträgt bereits drei Punkte, der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist gering. Petersberg muss in der Rückrunde die „Big Points“ gegen Mitabstiegskandidaten machen, um den Klassenerhalt sichern zu können. Dabei hofft Trainer Rainer Kemmerzell auf ein Ende der Verletzungsmisere und damit verbunden auf die Form des Meisterjahres.
Schlüchtern belegt nach einem schlechten Saisonstart zur Rundenhalbzeit Rang zehn des Tableaus, muss allerdings die Form der letzten Spiele auf die Rückrunde projizieren, um nicht wieder in den Abstiegssumpf zu geraten. Besonders der Trainerwechsel von Thomas Grimm zu Cosmin Popa sowie die Rückkehr von Rückraumkanonier Bernd Otto zählen zu den Hauptgründen für die aufsteigende Schlüchterner Form.
Bezirksoberliga
In der Vorrunde der Handball-Bezirksoberliga gab es wenige Überraschungen. Die Favoriten Alsfeld, Steinau und Flieden gaben sich bisher keine Blöße und konnten sich bisher nur selbst schlagen. Das Dreigestirn führt die Klasse deutlich an und wird den Meister 2001 unter sich ausmachen.
Auf den darauf folgenden Plätzen geht es für Petersberg II, Hünfeld, Angersbach/Maar, Hainzell, Schlitz und Schlüchtern II nur noch um eine Platzierung im Mittelfeld und Prestige. Für diese Mannschaften dürften weder der Auf- noch der Abstieg ein Thema sein, es geht um die Plätze vier bis neun. Neuhof, Lauterbach und FT Fulda bilden nach der Hinrunde die hintere Region des Tableaus und haben mit Abstiegssorgen zu kämpfen. Alle drei Mannschaften trennen nur zwei Punkte. (FZ vom 26.01.2001)

 
Kommentar     Lediglich Mittelmaß
Auch wenn die hiesigen Handballvereine den Ansprüchen in der Hinrunde der Landesliga Nord weitgehend gerecht wurden, gibt die Halbzeitbilanz aus Sicht des Handballbezirkes Fulda nur wenig Grund zum Optimismus. Denn selbst das Beste, was der Großraum Fulda im Seniorenbereich handballerisch zu bieten hat, ist in der Landesliga lediglich Mittelmaß. So konnte sich zum Beispiel Oberligaabsteiger SSV Großenlüder – auf Rang fünf derzeit bestplatzierte heimische Mannschaft – zwar in der Klasse etablieren und gerade in den Heimspielen überzeugende Leistungen bieten, doch extreme Leistungsschwankungen gepaart mit einer eklatanten Auswärtsschwäche lassen zwischen dem SSV und der Ligaspitze eine große Lücke klaffen. Auch FT Fulda kann nicht zufrieden sein. Gemessen an der vor Saisonbeginn ausgegebenen Prämisse des Klassenerhaltes liegt die Turnerschaft mit einem Mittelfeldplatz im Soll. Doch auch bei FT machen die fehlende Konstanz im Leistungsbild sowie ernüchternde Vorstellungen in fremden Hallen den wesentlichen Unterschied zu einer souveränen Topmannschaft wie Melsungen/Böddiger aus.
Gar im Keller des Landesligatableaus befindet sich die SG Petersberg. Der letztjährige Titelträger der Bezirksliga muss in dieser Spielzeit Verletzungsproblemen und der Unerfahrenheit der jungen Mannschaft Tribut zollen und kämpft gegen den Abstieg. Ebenso die SG Schlüchtern, die allerdings, als Abstiegskandidat Nummer eins in die Saison gestartet, mit Rang zehn zufrieden sein kann.
Der heimische Seniorenhandball sieht nicht gerade rosigen Zeiten entgegen. Bereits die Hinrunde der Landesliga lässt erkennen, dass es dem Handballbezirk Fulda in nächster Zeit wohl kaum gelingen wird, eine Mannschaft ins Rennen zu schicken, die für den Aufstieg in die Oberliga reif ist. Der einstigen Handballhochburg Fulda bleibt ihre Nebenrolle auch in der wenig angesehenen Landesliga erhalten. (FZ vom 26.01.2001)
 
Melsungen/Böddiger – FT Fulda 31:21 (16:10) FT musste sich in fremder Halle geschlagen geben
FT begann nervös und produzierte zu viele technische Fehler im Spielaufbau, was Melsungen nutzte, um ein 5:0-Führung herauszuwerfen. Nach dem Seitenwechsel versuchte FT nochmals den Rückstand zu verkürzen, was zu teilweise überhasteten Abschlussversuchen führte und die Gastgeber zu Tempogegenstößen einlud. Selbst die Torerfolge von Braun (5), Kapitz, Okrusch (je 3), Burmann, Dittrich, Grigoras (je 2) und Fritz konnten nicht an der Niederlage ändern. (FZ vom 21.01.2001)