1997 Berichte der Zeitung aus dem Jahr 1998 1999
 
Alsfeld/Romrod – FT Fulda 15:20 (6:6) Wichtige Punkte für den Klassenerhalt
Im Kampf gegen den Abstieg kam FT Fulda bei Alsfeld/Romrod zu einem glücklichen, aber nicht unverdienten Erfolg. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit setzten sich die Gäste auf 9:6 ab, mußten beim 13:12 noch einmal einen Gang zulegen, um dann die Führung kontinuierlich auszubauen. Es trafen Braun (6), Flamme (5), Mestrovic, Dittrich und Krso (je 3). (FZ vom 22.11.1998)

 

      FT Fulda ist unter Zugzwang
Die rote Laterne winkt den Handballern von FT Fulda in der Bezirksliga, falls das Auswärtsspiel in Bebra verlorengehen sollte.
„Ich hoffe, jeder hat gemerkt, daß die Stunde für uns geschlagen hat“, meint Thomas Okrusch, der Trainer der Fuldaer Turnerschaft, vor dem wichtigen Spiel seiner Mannschaft beim Tabellenletzten Bebra. Der Abstand zu den anderen Teams dürfe nicht zu groß werden. Das Beispiel Obersuhl hat gezeigt, daß man selbst Bebra in heimischer Halle nicht unterschätzen darf. Nach langer Verletzungspause wird Torwart Volker Wingenfeld sein Comeback im Trikot der Fuldaer feiern. (FZ vom 12.11.1998)
 
Gellingshalle weiter geschlossen     „Probleme gemeinsam lösen“
Vor Februar 1999 werden die Vereine die Gellingshalle nicht benutzen können, so Magistratspressesprecher Michael Schwab auf Anfrage der FZ. In der Zwischenzeit müssen sich die Vereine darüber einigen, auf welche Hallen man ausweicht, um Training und Turniere auszutragen.
In einem Trägerbinder war nach der Dachsanierung ein Riß aufgetreten, sodaß dei Halle wieder geschlossen werden mußte.
Die Stadt habe beim Landgericht Fulda ein „selbständiges Beweissicherungsverfahren“ beantragt (die FZ berichtete). Ein Gutachter muß nach Angaben der städtischen Pressestelle folgende Fragen beantworten: Wurde die Dachlast richtig berechnet? Wurde die Granulatschicht richtig aufgebracht? Stimmen die Eigenschaften des aufgebrachten Materials mit denen der Produktbeschreibung überein? Erst wenn die Ursache des Risses festgestelllt ist, kann geklärt werden, wer für den Schaden haftet. Mit der Sanierung könne begonnen werden, sobald das Schadensgutachten vorliege. Nach Angaben Schwabs lasse sich noch nicht sagen, welchen Umfang die Sanierungsarbeiten haben und wann sie zum Abschluß kommen werden.
Seitens der Stadt bemühe man sich, die Probleme mit den betroffenen Vereinen „Hand in Hand“ zu lösen. So werden sich am Donnerstag Vertreter der Vereine, der Vorsitzende des Stadtverbandes für Leibesübungen, Peter Jost, Bürgermeisterin Oda Scheibelhuber, Stadtbaurat Bernd Streitberger, Sportamtsleiter Reinhold Gutperlet und Sportamtsmitarbeiterin Renate Larbig um 18 Uhr im Kolpinghaus Fulda treffen.
Bei diesem Termin muß nach Ansicht von Peter Jost vor allem geklärt werden, wie es mit angesetzten Spielen und Turnieren weiter gehen soll. Für den Trainingsbetrieb könne man auf den bestehenden Ausweichplan zurückgreifen.
„Die Gellingshalle wäre schöner gewesen vor allem für die Besucher“, sagt Hans-Joachim Buchmann, Vorsitzender des KTV Fulda/ Werra/Rhön, angesichts des Finales der Kunstturnmannschaften am 21. November. Da hier zwei Klassen (Landesliga I und III) antreten werden, erwartet Buchmann 120 Sportler und bis zu 300 Zuschauer., für die es werde am Ausweichsort, der Kreissporthalle der Konrad-Adenauer-Schule, enger werde.
Daß auch demnächst die „heimische Atmosphäre fehlt“ sei zwar nicht positiv, so Thomas Troßbach, Leiter der Handballabteilung des FT Fulda. Das könne man aber in Kauf nehmen, wenn die anderen Dinge befriedigend geregelt würden, also eine Halle gefunden werde, die sich für Handball-Punktspiele eigne. (FZ vom 10.11.1998)
 
      Kein alleiniger Topfavorit

Einige der heimischen Vereine setzen in diesem Jahr, gewollt oder aus der Not heraus, bevorzugt auf den Nachwuchs, so daß eine Verjüngungstendenz in der gesamten Klasse zu erkennen ist.
Auf diesen Zug ist auch die SG Petersberg, Zweiter hinter Großenlüder in der Saison 1997/98, aufgesprungen. Zwar hat Trainer Rainer Kemmerzell keine Abgänge zu verzeichnen, doch sollen die Eigengewächse Dominik Jäger, Florian Rumpf, Marco Kemmerzell, Daniel Funk und Stefan Heil nach und nach für Perspektiven sorgen. Darüber hinaus wechselte Torwart Marcus Hering vom TV Flieden zur SGP. Als härteste Konkurrenten im Kampf um den Titel nennt Kemmerzell Schlüchtern, Obersuhl und Eitra.
Mehrere Abgänge hat der Vorjahresvierte TV Flieden zu verkraften. Neben Peter Schöppner, Thorsten Weißmüller und Peter Auth, die eigentlich nur noch aushelfen wollten, verließen Michael Kunze (Großenlüder), Marcus Hering (Petersberg), Stefan Burmann (FT Fulda) und Michael Schmitt (Kirchheim) den Verein. Zum Kader stießen mit den beiden Torleuten Dirk Hoener und Uwe Imöhl zwei Neulinge in der Fuldaer Bezirksliga sowie Michael Resch (Hünfeld) und Kai Engebrecht, der zuletzt bei FT Fulda aktiv war. Coach Lothar Höller möchte zudem die A-Jugendlichen Alexander Wolf, Tobias Hack und Ralph Gärtner langsam einbauen und erhofft sich am Ende „Platz vier bis fünf“.
In die obere Tabellenhälfte will Thomas Okrusch mit der Fuldaer Turnerschaft, die fast die gesamte Hinrunde Auswärtsspiele bestreiten muß, da die Heinrich-Gellings-Halle aufgrund von Renovierungsarbeiten noch nicht wieder beziehbar ist. Das Aufgebot aus der letzten Saison hat weiterhin Bestand; lediglich Torwart Tobias Walter steht nur noch in Notfällen zur Verfügung. Dafür konnten mit Christian Braun (Eichenzell), Stefan Burmann (Flieden), Michael Dittrich (Dipperz) und Volker Wingenfeld (Hessen Hersfeld) vier Neue verpflichtet werden.
Für den einzigen Trainerwechsel bei den heimischen Teams zeichnet sich der Hünfelder SV verantwortlich. Michael Wald mußte aus beruflichen Gründen umziehen und wurde von Claus-Dieter Weil abgelöst, der zuletzt Hainzell trainierte. Den Verein verlassen hat Michael Resch (Flieden); daürber hinaus setzt Torsten Schabel verletzungsbedingt aus, Uwe Hoffmann (Damentrainer)und Martin Baier (berufliche Gründe) müssen kürzer treten. Zum Kader stoßen Torwart Jan Hinoch (Obersuhl), Michael Weil (Petersberg) und Eric Mehlmann (Flieden). Petersberg, Obersuhl und Schlüchtern zählt Weil zu den Favoriten.
Nach dem Abstieg muß die SG Schlüchtern ohne Holger Gachot, Jochen Wegmann (Nieder-Höchstadt), Bernd Otto (Bruchköbel), Joachim Bug (Großenlüder), Christian Damrau und Jörg Ludwig (Ziele unbekannt) auskommen. Dafür stoßen Peter Sang und Markus Müller wieder zur Mannschaft. Jugendtorwart Gabor Gyöngyösi wird ebenfalls zum Team gehören, ebenso wie die Eigengewächse Michael Krafft und Thomas Masztalerz. Besser abschneiden als im letzten Jahr will der TV Steinau mit Trainer Markus Meckl an der Spitze. Zwar stehen German Hamm und Stefan Schlotthauber nicht mehr zur Verfügung, doch die Neuzugänge Michael Lipp, Matthias Engel und Stefan Rocskae dürften den Verlust mehr als ausgleichen. (FZ vom 18.09.1998)

 
FT Fulda – SSV Großenlüder 18:26 (11:13) Thorsten Frank warf elf Tore
Verdienter Erfolg für den SSV Großenlüder in der Handball-Bezirksliga: Mit 26:18 (13:11) siegten die Schützlinge von Trainer Jürgen Kemmerzell bei der Fuldaer Turnerschaft.
Bis Mitte der zweiten Halbzeit konnten die Gastgeber noch gut mithalten. Allerdings erlahmten nach dem Zwischenstand von 16:19 langsam die Kräfte, und Großenlüder baute den Vorsprung bis zum Schlußpfiff aus.
Mit Beginn des Spiels hatte der Tabellenzweite sofort das Zepter in die Hand genommen. Angeführt von einem überragenden Thorsten Frank, der mit insgesamt elf Treffern zum besten Torschützen des Spiels avancierte, führte man meist mit zwei Treffern Vorsprung. Wie im gesamten Spiel profitierte der Favorit hier von seiner guten Abwehrarbeit, die einige Tempogegenstöße ermöglichte.
Doch beim 6:6 konnte Fulda erstmals ausgleichen. In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem der SSV immer wieder vorlegte, FT aber stets den Anschluß hielt.Beim 11:10 lagen die Hausherren sogar einmal in Führung; allerdings sollte es die einzige im ganzen Spiel bleiben.
Nach dem Seitenwechsel konnte der Favorit seinen Vorsprung zunächst weiter ausbauen; 18:13 hieß es für die Gäste. Die Turnerschaft steckte jedoch nicht auf und konnte beim 16:19 nochmal Hoffnungen schüren.
Trotz des Sieges war Jürgen Kemmerzell mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden: „Wir haben heute nur 60 Prozent unseres Potential gebracht. Vor allen Dingen im spielerischen Bereich wurde unsere Marschroute nicht umgesetzt.“ Sein Gegenüber, FT-Trainer Thomas Okrusch, sah den Spielverlauf folgendermaßen: „Wir haben 40 Minuten gut mitgespielt, dann aber konditionell abgebaut, so daß Großenlüder am Ende verdient gewonnen hat.“
FT Fulda: Krause, Walter; Kuhnke (1), Troßbach (2), Flamme (3), Mestrovic (1), Hampe (2), Baran (8/4), Okrusch (1), S. Hahner.
SSV Großenlüder: Frommann, M. Frank; Dimmerling (3), Hau (1), Hillenbrand (2), Kircher (1), Runge (1), Möller (5), Euler, Felske (2), T. Frank (11/1).
Schiedsrichter: Mann / Schwantes (Hainzell).
Zuschauer: 150.
Beste Spieler: Baran - T. Frank. (FZ vom 18.01.1998)